- Im Grunde ist die Entwicklung zur Wirtschaftsdiktatur der Demokratien folgerichtig. Carrol Quigley war in seiner umfassenden Studie Tragik und Hoffnung (1966, demnächst auf Deutsch) zu der Einsicht gekommen, dass die Herrschaftsform eine Funktion der militärischen Machtmittelverteilung ist. Wenn die breite Bevölkerung über Machtmittel verfügt, denen die Regierenden nichts wirksameres entgegenzusetzen, wie Anfang des 19. Jahrhunderts, sich jeder Bürger ebenso ein Gewehr oder eine Pistole leisten konnte, mit dem die Regierung ihre Soldaten ausrüstete, kam es zu Massenheeren und Demokratie. Heute kann dagegen kein Bürger mehr gegen die Kampfspezialisten mit der Bewaffnung der Regierung antreten. Hinzu kommen das ungeheure Überwachungspotential und die Meinungsbeeinflussung durch die Apparaturen der Regierenden. Letzteres ist soweit gediehen, dass die in der breiten Masse jeweils vorherrschende Meinung lediglich eine Kostenfrage ist. Daher haben wir heute, jedenfalls im überlokalen Bereich, die Farce der Stimmkreuzchen-Demokratie.
- Solange das der Fall ist und noch „gewählt“ wird, wird auch das unglaubliche Theater vor den Kulissen der Macht weitergespielt. Doch formen sich Alternativen zur Meinungsmache, sorgen Hacker und Whistleblower für die Aufdeckung der Lügen der Regierenden und gibt ihnen die wachsende Erfahrung der Bürger allmählich Recht.
- http://www.spatzseite.com/2015/08/wer-drauf-reinfaellt/
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