- Linke Nazis und rechte Anarchisten
- Der Titel hört sich vielleicht ungewöhnlich und komisch an, jedoch ist er das nicht. Die Begriffe links und rechts wirken für viele mittlerweile verwirrend. Das ist aber nicht so, weil sie an sich unbedingt verwirrend sind, sondern weil sie stets, teilweise absichtlich, falsch angewandt werden.
- (Von Boëtius van Everdingen)
- Viele PI-Leser wissen ganz genau, dass die heutigen Politiker, Historiker, Kirchenvertreter usw. die falschen Schlussfolgerungen aus der NS-Vergangenheit gezogen haben. Die blinde Pro-EU-Politik ist meines Erachtens der absolute Beweis für diese Behauptung. Es war damals nicht so sehr der Patriotismus bzw. die heimatliebende Einstellung vieler Deutscher und anderer Europäer, die den nationalen Frieden in Europa bedrohten, sondern der europäische Imperialismus und der Größenwahn, die den Nationalsozialismus kennzeichneten. Auch die heutige EU strebt ein Imperium an. Das politisch-korrekte „Establishment“ in Europa hat den Volksnationalismus jedoch seit dem Hippie-Zeitalter für ein anderes Ideal ersetzt: ein fanatisches Gleichheitsdenken, den Kulturrelativismus. Kein Individuum oder Volk ist aber „gleich“. Es ist eben die Vielfalt von Gebräuchen, Sprachen und nationalen Entstehungsgeschichten, die Europa ausmachen und gerade in dieser Diversität liegt seine Kraft. Der neue EU-Imperialismus will, wie der damalige Volksnationalismus der Nazis, uns unsere Wurzeln, unsere Kulturen, ja unsere nationalen Identitäten zugunsten eines europäischen Gleichheitsimperiums nehmen.
- Diese „politisch-korrekten“ Gleichheitsfanatiker bezeichnen sich durchaus als Linke. Das sind die meisten wohl tatsächlich. Jeder, der ihrem Multi-kulti-Einheitsideal nicht hundertprozentig zustimmt, wird als „Rechter“ diffamiert – rechts ist schon am halben Weg zu extrem rechts – und extrem rechts, ja das waren die üblen Nazis! Was machte die Nazis nun extrem rechts? Ihr Antisemitismus? Karl Marx (Sinnbild für links) setzte in seiner Schrift „Zur Judenfrage“ (1844) die Juden mit dem Kapitalismus gleich und erklärte sie somit zum Kern des Bösen. Auch Hitlers Judenhass war nicht rein volksnationalistischer/rassistischer Natur, sondern antikapitalistischer. Er und seine Anhänger sahen im „internationalen Finanzjudentum“ den Grund für die damalige Wirtschaftskrise. Eben unter Linken kommt heutzutage der Antisemitismus getarnt als „Antizionismus“ wieder an die Oberfläche. Dazu ist Rassismus übrigens ein weltweites Phänomen, das weder nur rechten, noch linken, weißen oder schwarzen Menschen zuzurechnen ist. Ja, auch Schwarze können rassistisch sein. Wenn Rassismus und Antisemitismus aber keine Gradmesser für rechts sind, was denn wohl? Was bedeuten die Begriffe links und rechts?
- Es ist erstaunlich wie es den Linken der Nachkriegsgeneration gelungen ist, den Nationalsozialismus und Faschismus in die rechte Ecke zu stellen. Alles, was ihren Gleichheitsidealen nicht entsprach und als bösartig und unmenschlich betrachtet werden konnte, wurde nun als „extrem rechts“ bezeichnet. Jedoch, dies ist wirklich totaler Quatsch! Die Begriffe links und rechts wurden erstmalig zu Zeiten der französischen Revolution angewandt, wobei mit „Linken“ die progressiven Befürworter einer neuen politischen Ordnung und mit den „Rechten“ die konservativen Freunde des bestehenden Königshauses bezeichnet wurden. Die Begriffe „progressiv“ und „konservativ“ werden auch heute in Bezug auf die Einteilung ins politische Spektrum angewandt, jedoch gibt es noch einen entscheidenden Faktor. Der zuverlässigste Indikator für eine gerechte Einteilung in die linke oder rechte Ecke des politischen Bereiches ist eine Etatismus-Gradation; welche Rolle hat die Obrigkeit im gewünschten Weltbild zu spielen? Es geht um den Gegensatz Kollektivismus (links) zu Individualismus (rechts). Wie sieht so etwas in der politischen Landschaft aus?
- Wenn wir uns rechts von der politischen Mitte begeben, landen wir bei den Liberalen. Diese sprechen sich für eine überschauliche Obrigkeit aus, die sich nicht überall einmischt. Jedoch akzeptieren Liberale den Versorgungsstaat und wenn „nötig“ staatliches Eingreifen. Libertäre widersetzen sich jedoch heftiger gegen staatliches Eingreifen, sind allergisch gegen Steuern und betrachten den Versorgungsstaat nicht unbedingt als wünschenswert. Und am rechten Rand finden wir… die Anarchisten. Kein Staat, keine Autorität, nur Chaos. Ja, das sind die wahren Rechtsextremen. Ich frage mich nur, inwiefern sie sich dieser Realität selbst bewusst sind.
- Und wie sieht es auf der linken Seite des politischen Spektrums aus? Links von der politischen Mitte finden wir die Sozialdemokraten. Sie legen viel Wert auf den Versorgungsstaat. Sie betrachten es als die Aufgabe des Staates, bedürftige Bürger zu versorgen. Die Sozialisten haben ihre Wurzeln im Kommunismus und freuen sich demzufolge über das mögliche Verstaatlichen von Unternehmen und das Ausbauen des Versorgungsstaates. Und am linken Rande finden wir… jawohl, Hitler, Goebbels, Stalin und Co. Sie befürworten die extremsten Sozialismusvarianten, also die schlimmste Form vom politischen Kollektivismus: Kommunismus und NationalSOZIALISMUS! Hier bestimmt der Staat wirklich alle Bereiche des Lebens. Hitler war ein extrem linker Sozialist, der antikapitalistische Ideen hegte, wie auch Marx, Stalin und andere Linke. Die Nazis und Kommunisten bekämpften sich denn auch nicht so sehr aus ideologischen Motiven, sondern weil sie sich um die gleiche Zielgruppe bemühten. Sie waren also Konkurrenten anstatt ideologische Gegner. Adolf Eichmann betrachtete den Kampf zwischen den beiden Sozialismusformen als „einen Brüderstreit“ und behauptete über sich selbst: „Mein politisches Herz schlägt links.“
- Der Nationalsozialismus war nicht nur eine linke Bewegung, sondern er war ebenfalls progressiv. Wie Joseph Goebbels behauptete, sollte dieser volksnationalistische Sozialismus „revolutionär sein, um die Versklavung zum internationalen Kapital überwinden zu können“. Wie die progressiven EU-Imperialisten von heute, befürworteten die progressiven Imperialisten der NSDAP – zwar auf ihre eigene Weise – eine neue Weltordnung auf Gleichheitsbasis. Es ist denn auch lächerlich, ja einfach absurd, wenn „Politisch-Korrekte“ mit der beliebten Nazikeule in die konservative Richtung schlagen. Konservative Kritik auf den Kulturrelativismus, die Zuwanderungspolitik und die EU entspringt nicht aus Volksnationalismus oder Rassismus, wie gerne Linke dies auch glauben dürfen. Konservative schätzen zu Recht ihre Kultur und die Diversität der unterschiedlichen Nationen Europas. Dazu sind sie realistisch in Sachen Massenzuwanderung, nicht nur wegen der Überfremdung, sondern auch weil der Versorgungsstaat den Zulauf von armen, ungebildeten Einwanderern nicht länger ertragen kann. Nicht wir, liebe PI-Freunde, sondern die imperialistischen Gleichheitsfanatiker sind die Nazis des 21. Jahrhunderts!
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